
Wie funktioniert das Abaco?
Das Orchester ist in allen seinen Entscheidungen vollkommen selbständig. Die Verantwortung liegt quasi in 200 Händen. Vor allem die wichtigen Entscheidungen wie Dirigenten- oder Programmwahl werden von allen Orchestermitgliedern gemeinsam getragen. Der Posten des Konzertmeisters wechselt regelmäßig. Jedem Musiker ist ein Job zugeteilt, wie beispielsweise Programmheftgestaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Konzertplanung, Bühnenaufbau oder Sponsoren gewinnen. Die Koordination dieser Aufgaben erfolgt durch ein Komitee, das aus Vertretern aller Registern besteht.
Als eingetragener Verein folgt das Orchester dem Prinzip der Gemeinnützigkeit. Es finanziert sich überwiegend durch Konzerteinnahmen und ist immer dankbar für Spenden oder Zuschüsse aus dem Kultursponsoring. Die Einnahmen werden für Notenmaterial, Raummieten, Gebühren an die GEMA und Gagen für Solisten verwendet. Die Dirigenten arbeiten ehrenamtlich.
Während des Semesters spielt das Orchester in voller Besetzung. Geprobt wird wöchentlich und der Feinschliff erfolgt während eines Probenwochenendes im Kloster Baumburg im Chiemgau. Mindestens ein Konzert findet dann in der großen Aula der Universität oder dem Herkulessaal der Residenz statt, die meist ausverkauft sind. Ein zweites Konzert gibt das Abaco-Orchester jedes Semester an wechselnden Orten.
In den Semesterferien erarbeitet das Orchester meist ein Programm in kleinerer Besetzung. Oft wird dieses Ferienprogramm auch genutzt, um im europäischen Ausland aufzutreten, wie zuletzt auf Mallorca, in Paris oder Prag.