Dirigenten

Joseph Bastian (seit 2011)Josef Bastian

“Einen sensationellen Einstand” feierte Joseph Bastian vergangenen Februar beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, als er für den erkrankten Robin Ticciati mitten in einer Konzertwoche einsprang. Der französisch-schweizerische Dirigent konnte “dieses Einspringen in einen künstlerischen Triumph verwandeln”, so weiter die Abendzeitung. Nur wenige Monate später erhielt er im August 2016 den "Neeme Järvi Prize", der im Rahmen der Conducting Academy des Gstaad Menuhin Festivals verliehen wird.

Seit 2011 ist Bastian Dirigent des Abaco-Orchesters der Universität München. Er assistierte Mariss Jansons und Daniel Harding bei Chor, Akademie und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie beim Bayerischen Landesjugendorchester. Er dirigierte das Tonhalle-Orchester Zürich, das Noord Nederlands Orkest und die Lucerne Festival Strings bei Meisterkursen mit Jorma Panula, Bernard Haitink und David Zinman.

Künftige Projekte führen ihn zur Deutschen Philharmonie Merck, der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern, den Münchner Symphonikern und, als Assistent von Vladimir Jurowski, zum London Philharmonic Orchestra. 

In Forbach (Frankreich) geboren, erhielt Bastian Posaune-, Cello- und Kompositionsunterricht, bevor er Posaune an der Hochschule für Musik Saar studierte. Er spielte im Gustav Mahler Jugendorchester unter Claudio Abbado und Pierre Boulez und wurde 2002 in die Orchesterakademie der Münchner Philharmoniker aufgenommen. 2003 folgte ein Engagement am Nationaltheater Mannheim. Seit 2004 ist er Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis ist Bastian ebenfalls aktiv. So spezialisierte er sich auf zwei fast vergessene Instrumente, den Serpent und der Ophikleide und spielte darauf u.a. bei den Berliner Philharmonikern und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Daneben spielt er regelmäßig Barockposaune mit diversen Ensembles, hauptsächlich aber mit "Les Cornets Noirs" (Basel).

www.josephbastian.fr

Unsere ehemaligen Dirigenten

Ralf Sochaczewsky
Ekkehard Hauenstein
Olivier Tardy
Volker Hiemeyer
Markus Poschner
Alexander Briger
Alexander Liebreich
Georgios Nakis Vranos
Julian Gibbons
Thomas Mandl

Ralf Sochaczewsky (2010 - 2011)

Ralf SochaczewskyZu den zahlreichen Tätigkeiten Ralf Sochaczewskys zählt auch die Leitung der Berliner Chöre Cantus Domus und Ensemberlino Vocale, mit welchen er seit Längerem erfolgreich an Wettbewerben teilnimmt und regelmäßig anspruchsvolle, teils ausgefallene musikalische Projekte zur Aufführung bringt.
Sein Engagement als Chor-Dirigent begann Ralf Sochaczewsky als Assistant-Conductor beim Chor des Niederländischen Rundfunks. Seitdem arbeitet er regelmäßig mit Chören wie dem Rias-Kammerchor, dem Berliner Rundfunkchor, dem Choeur de Radio France, dem Ernst-Senff-Chor, Cappella Amsterdam und dem Prager Philharmonischen Chor zusammen. Mit Capella Cracoviensis verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit. In der Saison 2010/2011 wird er erstmals als Gastdirigent mit Cappella Amsterdam konzertieren.
Seine Ausbildung verbindet ihn eng mit der deutschen Hauptstadt: Ersten Dirigierunterricht erhielt Ralf Sochaczewsky bei Prof. Grube und Marc Piollet an der Universität der Künste Berlin. Später studierte er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Orchesterdirigieren bei Prof. Reuter und Chordirigieren bei Prof. Weigle. Von 2003 bis 2005 wurde er vom Dirigentenforum des Deutschen Musikrats gefördert.
Mittlerweile hat Ralf Sochaczewsky unter anderem das London Philharmonic Orchestra, das Konzerthausorchester, das Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig, die Brandenburger Sinfoniker und das Kammerorchester der Minsker Philharmonie dirigiert, mit dem ihn seither eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet. Seit der Saison 2008/09 ist er Assistant-Conductor von Vladimir Jurowski beim London Philharmonic Orchestra und wurde nach seinem erfolgreichen Debut im Juni 2009 für ein weiteres Konzert im Mai 2010 in der Royal Festival Hall verpflichtet. Im Sommer 2008 war er Assistant-Conductor bei der Uraufführung der Oper „Love and other Demons“ von Peter Eötvös in Glyndebourne. 2010 wird er für die Produktion von Stravinskys „The Rake’s Progress“ dorthin zurückkehren. Die Opera National du Rhin hat ihn eingeladen, im Herbst 2010 „Love and other Demons“ in Strasbourg und Mulhouse zu dirigieren. www
 

Ekkehard Hauenstein (2008 - 2010)

Ekkehard Hauenstein erhielt er seine Ausbildung in den zwei parallelen Hauptstudiengängen Orchesterdirigieren und Querflöte an den Hochschulen für Musik und Theater in München, Dresden, Stuttgart, Genf und Salzburg bei den Professoren Hermann Michael, Michel Plasson, Paul Meisen, Maxence Larrieu und Irena Grafenauer. Weiterführende Meisterstudien führten ihn zu Sergiu Celibidache, Maurice Bourgue, Aurèle Nicolet, und nicht zuletzt zu Sir Colin Davis und Carlos Kleiber. Er errang zahlreiche erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, u.a. beim „Deutschen Musikwettbewerb”, „Concertino Praga”, beim „Deutschen Orchesterwettbewerb” und „Pacem in terris”; beim Internationalen Dirigierwettbewerb in Glasgow erhielt er den ersten Preis und wurde zum „Laird of Glencairn” ernannt. Neben seiner Tätigkeit als Soloflötist in verschiedenen Symphonie- und Kammerorchestern und freischaffender Dirigent widmet er sich eingehend der Kammermusik in mehreren, von ihm gegründeten Ensembles und solistischen Auftritten mit renommierten internationalen Orchestern, sowie Rundfunk- und CD-Aufnahmen. Er ist regelmäßiger Gast wichtiger nationaler und internationaler Musikfestivals. Als Leiter des klassischen Blechbläserensembles „Münchner Blechreiz” wurde er erster Preisträger des Deutschen Orchesterwettbewerbs 2008, in diesem Jahr wurde er auch Chefdirigent des Abaco-Orchesters. Als Gastdirigent verschiedener renommierter Orchester dirigierte er u.a. auch die „Accademia die Trento” auf einer großen Skandinavien-Tournee und bereits mehrfach das „Cambridge Chamber Orchestra” mit großen Symphoniekonzert-Programmen in London; im Jahr 2009 übernahm er die Position des Chefdirigenten des renommierten „Festival Música Mallorca”. Im Jahr 2007 gründete er zusammen mit Roland Schmid das Münchner Orchester der Bayerischen Brass Band Akademie, die „BrassBand München”, deren künstlerischer Leiter er seitdem ist.
 

Olivier Tardy (2005-2008, 2009)

Die musikalische Laufbahn des 1973 in Clermont-Ferrand geborenen Olivier Tardy begann zunächst als Flötist. Nach seinem Studium in Paris wurde er 1995 in die Karajan-Akademie des Berliner Philharmonischen Orchesters aufgenommen. Es folgten Gastengagements als Solo-Flötist u.a. beim Berliner Philharmonischen Orchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Seit 1996 ist Olivier Tardy Solo-Flötist der Bayerischen Staatsoper. Schon während des Studiums begann er mit dem Dirigieren. Seine eigentliche Karriere als Dirigent begann 2002, als er bei der Internationalen Jungen Orchesterakademie Bayreuth verpflichtet wurde. Im Rahmen der Konzertreihe „XX/XXI” beauftragte ihn die Bayerische Staatsoper mit der Leitung einzelner Aufführungen in der Pinakothek der Moderne. Olivier Tardy ist seit 2005 Chefdirigent des Orquesta del Festival de Música Mallorca sowie Leiter des Abaco-Orchesters. Darüber hinaus ist er Dirigent des ATTACCA-Jugendorchesters der Bayerischen Staatsoper sowie bei der Kammeroper München.
 

Volker Hiemeyer (2004-2005)

Volker Hiemeyer wurde in Ulm geboren und studierte Klavier an der Münchner Musikhochschule. Gleichzeitig erhielt er Unterricht in Liedgestaltung bei Helmut Deutsch. Er ist Stipendiat der Yehudi-Menuhin-Stiftung „Life Music Now”. 1997 begann er ein Dirigierstudium bei Hermann Michael und Bruno Weil. Von 2001 bis 2003 war er Künstlerischer Leiter des Kammerorchesters Weilheim. Das Abaco-Orchester leitete er von 2004 bis 2005. Als Gast dirigierte er das Philharmonische Orchester Bad Reichenhall, das Georgische Kammerorchester Ingolstadt und die Münchner Symphoniker. Als Pianist arbeitete er u.a. mit der Geigerin Julia Fischer zusammen. Er konzertierte u.a. in der Philharmonie Madrid, der Wigmore Hall in London und dem Münchner Prinzregententheater. Seit 2005 ist er Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung am Theater Aachen.
 

Markus Poschner (1999-2004)

Der gebürtige Münchner (Jahrgang 1971) studierte an der dortigen Musikhochschule und assistierte Sir Roger Norrington und Sir Colin Davis. Markus Poschner dirigierte das Abaco-Orchester von 1999 bis 2004. Von 2000 bis 2006 leitete er das Georgische Kammerorchester Ingolstadt. Mit dem Deutschen Dirigentenpreis 2004 ausgezeichnet übernahm er im folgenden Jahr die Stelle des Ersten Kapellmeisters an der Komischen Oper Berlin. Er war als Gastdirigent bei nahezu allen großen deutschen Symphonieorchestern zu erleben, u.a. beim WDR-, NDR-, HR-, und MDR-Symphonieorchester, dem RSO Stuttgart, den Bamberger Symphonikern, den Münchner, Stuttgarter und Dresdner Philharmonikern sowie dem Konzerthausorchester und Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. 2007 übernahm Markus Poschner die Position des Generalmusikdirektors der Bremer Philharmoniker und des Theaters Bremen. www.markusposchner.de
 

Alexander Briger (1997-1999)

BrigerAlexander Briger Alexander Briger wurde 1969 in Sydney (Australien) geboren. Dort studierte er zunächst Violine und Dirigieren, spielte u.a. an der Sydney Opera und gründete ein eigenes Kammerorchester. Von 1992 bis 1994 studierte er Dirigieren am Richard-Strauss-Konservatorium München. 1995 gründete er die International Youth Orchestra Academy. Alexander Briger dirigierte das Abaco-Orchester von 1997 bis 1999. 1998 gab er sein Debüt als Dirigent an der Sydney Opera. Seine Karriere führte ihn in den letzten zehn Jahren u.a. an das Royal Opera House Covent Garden, zur English National Opera sowie zu den Festivals in Glyndebourne, Aldeburgh und Aix-en-Provence. Er ist regelmäßiger Gast beim London Philharmonic Orchestra, dem Philharmonia Orchestra London, der Academy of St. Martin in the Fields, dem Orchestre de Paris sowie bei der Birmingham Contemporary Music Group, mit welcher er bei den Londoner Proms debütierte.
 

Alexander Liebreich (1995-1997)

LiebreichAlexander Liebreich Alexander Liebreich wurde 1968 in Regensburg geboren und studierte zunächst romanische Sprachen und Musikwissenschaft in seiner Heimatstadt; daneben leitete er den Regensburger Kammerchor, den er bereits mit 17 Jahren gegründet hatte. Er setzte seine Studien an der Hochschule für Musik und Theater in München fort und beschloss sie 1996 mit Auszeichnung in den Fächern Dirigieren und Gesang. Er war von 1995 bis 1997 Dirigent des Abaco-Orchesters, bevor er eine Stelle als Assistenzdirigent beim niederländischen Rundfunksinfonieorchester in Hilversum erhielt. In den folgenden Jahren dirigierte Alexander Liebreich verschiedene international renommierte Orchester, darunter das Concertgebouw Orchester Amsterdam sowie die Münchner Philharmoniker. Ein besonderer Schwerpunkt seines Repertoires liegt im Bereich der zeitgenössischen Musik. Er gilt heute als einer der führenden deutschen Dirigenten seiner Generation und ist seit 2006 Künstlerischer Leiter des Münchener Kammerorchesters. www
 

Georgios Vranos (1994-1995)

VranosGeorgios Nakis Vranos wurde 1994 zum Dirigenten des Abaco-Orchesters gewählt. Mit 20 Jahren schloss er das Nationalkonservatorium in Athen mit dem Konzert-Diplom im Fach Klavier ab. Seit 1990 studierte er als Stipendiat der Athener Onassis-Stiftung Dirigieren im Hauptfach, zunächst in Graz, dann an der Musikhochschule München. Nach seinem Studium war er an den Theatern in Pforzheim, Regensburg und Coburg. Seit 2010 ist er Professor für Orchesterdirigieren an der Makedonischen Universität Thessaloniki und seit Juni 2014 Künstlerischer Leiter des Staatlichen Orchesters Thessaloniki. Außerdem dirigiert er regelmäßig als Gast an der Nationaloper Athen und bei den anderen Sinfonieorchestern Griechenlands.
 

Julian Gibbons (1991-1994)

Gibbons Julian Gibbons wurde 1966 in Bournemouth, England geboren. Während seines Geschichtsstudiums an der Durham Universität baute er das „St. John’s College Orchestra” auf, welches sich unter seiner Leitung rasch vom Kammer- zum Symphonieorchester wandelte. 1989 ging Julian Gibbons nach Deutschland, um in München (bei Wolfgang Gaag), Würzburg und Basel Horn zu studieren. Während seiner Zeit in München war er zuerst solistisch im Abaco-Orchester tätig, bevor er dort 1991 zum Dirigenten gewählt wurde. Er leitete das Orchester bis 1994. Heute lebt Julian Gibbons in Basel. Als Hornlehrer unterrichtet er an der Musikschule Bad Säckingen und veranstaltet jedes Jahr das “Hornwochenende Todtmoos” für 60 Hornisten. Als Dirigent leitet er das “Verbandsjugendorchester Hochrhein”, ein regionales Auswahl-Blasorchester und sein selbstgegründetes Sinfonieorchester Trirhenum Basel. 2001 rief Julian Gibbons das „BISYOC Intercultural Youth Orchestral Exchange” ins Leben, zu welchem jeden Sommer 80 Jugendliche aus ganz Europa zusammenkommen. Während 10 Tagen werden mit einem internationalen Dozententeam anspruchsvolle sinfonische Werke einstudiert.
 

Thomas Mandl (1988-1991)

MandlThomas Mandl ist Mitbegründer des Abaco-Orchesters (1988) und leitete es bis 1991, daneben war er Assistent von Gerhard Schmidt-Gaden beim Tölzer Knabenchor. Er absolvierte sein Staatsexamen nach einer Ausbildung in Klavier, Trompete und Violoncello an der Musikhochschule Stuttgart und besuchte gleichzeitig Dirigierkurse u.a. bei Sergiu Celibidache. 1991 gründete er in Kiew das Kammerorchester der Philharmonie Odessa und trat 1995 die Stelle des Ersten Kapellmeisters am Ulmer Theater an. Seit 2003 ist Thomas Mandl Chefdirigent der Bad Reichenhaller Philharmonie. Gastdirigate führten ihn zum Ukrainischen Staatsorchester Kiew, ans Maly Theater St. Petersburg, zur Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, zu den Münchner Symphonikern, der Philharmonia Hungarica Marl, der Staatskapelle Schwerin, den Bühnen Graz und dem Deutschen Kammerorchester Berlin.